Geheime Fotos zeigen Vergewaltigungen
US-Präsident Barack Obama erhält Rückendeckung für seinen Entschluss, die Fotos der Gefangenenmisshandlung im Irak unter Verschluss zu halten. Ein Ex-General nennt bestürzende Details.
Unter den Fotos von Gefangenenmisshandlungen im Irak, die von der Regierung von Präsident Barack Obama weiter unter Verschluss gehalten werden, sind nach Angaben eines früheren US-Generals auch Bilder von Vergewaltigungen. Ex-Generalmajor Antonio Taguba, der die Untersuchungen zu den Misshandlungen im Gefängnis von Abu Ghraib leitete, sagte der Zeitung „Daily Telegraph“, er unterstütze die Entscheidung von Obama, die Bilder nicht zu veröffentlichen.
Die Freigabe der Fotos könne nur zu juristischen Klagen führen und gefährde die Sicherheit der US-Truppen. „Die Beschreibung der Bilder ist schon schlimm genug, glauben sie mir“, sagte Taguba. Laut „Daily Telegraph“ zeigen die Bilder schlimmere Vergehen als bislang bekannt. Eines zeige, wie ein US-Soldat eine Gefangene vergewaltige, ein anderes wie ein männlicher Übersetzer einen männlichen Gefangenen vergewaltige.
Selbst vielen Republikanern wird langsam unwohl: US-Vize-Kandidatin Sarah Palin hat mit einem TV-Interview neue, drängende Zweifel an ihrer Kompetenz aufgeworfen. Fragen nach der Außen- und Wirtschaftspolitik beantwortete sie mit Banalitäten und Bandwurmsätzen – bei YouTube wurde das Video zum Hit.
„… So fragte sie die Gouverneurin von Alaska nach dem meist zitierten Soundbite ihres ABC-Interviews. Da hatte Palin ihre außen- und sicherheitspolitische Kompetenz so begründet: „Man kann Russland vom Land hier in Alaska wirklich sehen.“
„Was haben Sie damit gemeint?“, erkundigte sich Couric und sah Palin mit ihren grünen Rehaugen unschuldig an. Palin tappte in die Falle und servierte Couric einen Bandwurmsatz, dem es nicht nur an Syntax mangelte: „Dass Alaska eine sehr enge Seegrenze zwischen einem fremden Land, Russland, hat und, auf unserer anderen Seite, die Landgrenze, die wir mit Kanada haben.“
…“
Rückschlag für die US-Justiz in Guantanamo: Überraschend hat ein Militärstaatsanwalt in einem zentralen Verfahren sein Mandat niedergelegt. Er beschuldigt seine Vorgesetzten der gezielten Manipulation – und könnte nun selbst zum Kronzeugen werden.